Sie ist so.
Sie setzt es in Relation. Was tut sie, wozu tut sie es, was will sie erreichen? Und damit es nicht theoretisch unmenschlich wird: Wie wichtig sind ihr diese Dinge, wie fühlt sie sich dabei? Sie erklärt eine Handlung. ‘Das ist wohl nicht die richtige Einstellung.’ Sieh ihr in die Augen und frag sie wie wichtig ihr ist, was du unter ‘richtig’ verstehst. Frag sie, was sie davon hält ihr Bestes zu geben ohne den Willen die Beste zu sein je gespürt zu haben. Sie kennt den Drang nicht sich zu messen. Sie will beeindrucken, sie will schaffen, doch nicht in einem Vergleich. Sie will sie selbst sein und tun, was sie umbringen könnte, würde sie es nicht tun. Tief in sich greift sie und fördert zu Tage, was niemand sieht oder niemand ausspricht. Sie will nicht ‘anders sein’. Sie will groß sein, nicht größer.
Sie schneidet sich den Blinddarm raus. Sie braucht ihn nicht mehr, zu irgendwas war er mal gut. Frag sie, warum sie das tut. Sag ihr, dass es keinen Sinn macht, und versuche zu ignorieren, wie kalt ihre Augen werden, während sie vor Schmerz keucht. Wenn du dich kopfschüttelnd abwendest, dann musst du keine Angst vor ihrer Reaktion haben. Sie braucht deine Zustimmung nicht.
Manchmal sind die Dinge so eindeutig, dass sie sich nicht einmal mehr fragt, warum. Die Antwort, die tief in ihr ruht, reicht völlig aus. Ein paar Tropfen Herzblut vergießt sie heute. Morgen wirft sie vielleicht einen Stuhl durch ein Fenster. Gestern hat sie Schmetterlinge gezüchtet und vorgestern den Regen geliebt.
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