Die Stadt
Kurz nach Mitternacht. Mittwoch. Bushaltestelle. Es laufen 16- bis 60-jährige vorbei. Versuche den Kopf nicht zu bewegen, denn die Gedanken sollen sich ordnen, sollen ihren Platz finden und sich setzen, die Klappe halten. Es ist der dritte Tag in einem schon wieder neuen Leben. Der dritte Tag an dem es sich anfühlt, als könne es gar nicht anders sein, als wären die Schritte maßgeschneidert. Die Geräusche von einzelnen Dynamos, das Zischen der Zigarette, die in die Pfütze geworfen wird. Halb eins. Der Bus hat Verspätung. Die Nächte sind kurz. Die Tage intensiv. Schweigen fällt nicht auf. Eine Gruppe Menschen trennt sich fließend in die Straßen auf, jemand stellt eine Ledertasche auf den Asphalt.
Neuer Rhythmus. Niemand sieht mich fragend an.
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