Schwierigkeiten
Eigentlich hatte sie ja keine Lust mehr Dinge nicht zu tun. Daher der Tequila. Daher die Nackenschmerzen und die nicht vorhandene Stimme nach einem Konzert. Nun. Sie hat sich daran erinnert, dass es sehr wohl etwas gibt, dass sie nicht tut. Prinzipiell. Aus der Erfahrung heraus. Sie verliert nicht ihre Vergangenheit, ihr Gewordensein, wenn sie etwas zukünftig anders macht. Sie hat etwas gefunden, das sie anders machen will. Das sie nicht mehr machen will.
Sie wünscht sich gute Nerven, Disziplin, langfristige Motivation. Denn etwas aufhören ist viel schwieriger als etwas anfangen. Man fühlt sich so inaktiv. Und die Gewohnheit tut ihr übriges dazu. Sie fühlt sich nicht sonderlich gut momentan. Aber sie hat das gute Gefühl, dass es das wert ist. Und sie versucht keine Angst zu haben, sie kennt schließlich die Scheiternsanfälligkeit ihres Handelns. Sie kennt auch ihre Reflexionsfähigkeit.
Sie gibt alles. Restlos. In einigen Wochen weiß sie mehr.
Wünscht mir Glück.
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