viel lieber gedankenlos…

Sie kriegt gerade noch so mit, dass ihr Mitbewohner aufsteht und zur Arbeit geht. Dann schläft sie ein.

Sie sieht sich das Zeichen auf ihrem Arm an und denkt über ein weiteres Zeichen nach.

Sie sagt zu ihrer Freundin Lass uns diese Stadt angucken und dann schlafen wir im Auto.

Sie bricht mit beinahe jedem Plan, der ihre Zukunft sichern soll. Im Kopf und teils sogar mit einem unterschriebenen Papier.

Sie hätte Lust die Dinge hinzuschmeißen und neu zu machen. Dinge, die bleiben, hat sie. Sie nennen sich Erinnerungen. Sie würde so gerne ausziehen in diese Welt, die ihr so vertraut vorkommt, wenn sie sie wiedersieht.

Und schon denkt sie wieder darüber nach. Es einfach tun wäre ja viel zu simple. Sie ist der nachdenkliche Mensch, der sie gar nicht so sehr sein möchte. Es kostet sie irgendeine Art der Überwindung. Wenn ein Plan nicht funktioniert, kann sie schnell zur nächstbesten Möglichkeit springen. Aber wenn sie tausende hat muss sie auswählen, -nachdenken-, entscheiden.

Heute Nacht stellt sie fest, dass sie sich manchmal einfach nicht entscheiden kann. Jetzt fällt es leichter Dinge zu tun, für die sie sich vorher hätte entscheiden müssen. Und wenn sie sich doch noch umentscheiden muss, dann tut sie das. Oder sie dreht sich wieder in eine andere Richtung.

… tätig.

Außerdem: In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen ist schon ein Widerspruch in sich [Voltaire]


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