Familien / Fehde
Die Bitte sich bei den Großeltern zu verabschieden, zu denen seit einigen Jahren die Weihnachtskarte einseitiger Kontakt ist. Die Frage ‘für wen’ ist nicht zu beantworten. Im Nachhinein vielleicht für alle – doch jetzt wahrscheinlich nur für die eigene Mutter. Eine nicht zu findende Form hält sie davon ab und die Symbolträchtigkeit. Sie führt schon lange ein anderes Leben. Sie braucht dieses Symbol nicht. Diese Verbindung existiert nicht mehr. Es tut ihr leid, obwohl es sie glücklich macht.
Sie kauft ein, völlig in Gedanken. An der Kasse steht hinter ihr ein Mann, der seiner Tochter sagt „Wir werden heute zum Eis eingeladen. 10 Stück, soviele braucht die gar nicht.“ Sie sieht aufs Band, auf ihre Packung Eis dreht sich um und sagt schelmisch „Oh doch“. „Oh doch sagt sie. Aber wenigstens hat es gewirkt.“ Ja, sie lächelt. Dieses Lächeln hält nicht lang. Nur sicher ist sie sich wieder. Sie will genau das Leben führen und sich niemals dafür entschuldigen.
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- Published:
- 11. August 2008 / 20:13
- Category:
- In Gedanken leben
- Tags:
- Abschied, Aufmunterung, endgültig, Familienfehde, Kontakt, Mutter
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