Drei Tage Denken & Fühlen

19.06.08 Bis zum zerreißen gespannt.

Der Gedanke es einfach mal reißen zu lassen kommt ihr lächerlich vor – wenigstens das ist angenehm an der Situation. Sie hat sehr positive Spontaneität erlebt heute, abartig genervte Leute um sich selbst als den ruhenden Pol. Ausnahmsweise. Die eigenen wichtigen Minuten sind kaum noch in der Lage dazu den Stress auf andere zu verteilen.

Nur mit zwei Menschen hat sie heute dieses zerreißende Gefühl geteilt. Sie reagierten unterschiedlich. Eine Reaktion tat ihr weh – doch sie wird sich die wundervolle Aufregung, die hinter der zerreißenden Spannung darauf wartet herauszuspringen nicht trüben lassen. Es wäre das Gleiche. Sie ist, was sie will – anders.

21.06.08 Grönemeyer spricht es aus.

Da sprachen zwei Menschen über Möglichkeiten und einer entschuldigte sich kurz.

Da gab es ein großes ‚Danke‘, eine feste Umarmung vor den eigenen Augen und der gleiche Mensch hält sich die Hand vor den Mund.

Da gab es einen kurzen Abschied – nicht für lange. Ein kleines ‚Bitte‘ reicht nicht aus um etwas zu verschieben, was sein muss. Der gleiche Mensch greift in zwei Hände, drückt sein Gesicht an einen Hals, spürt Arme auf dem Rücken.

Hemmungsloses Gefühl an einem Abend wie diesem. Sie musste viel lachen und heulen wie ein Schlosshund.

Ich möchte traurig sein.

„Es könnte so einfach sein, ist es aber nicht“.


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